Omega-3-Fettsäuren werden häufig mit Herz und Cholesterin in Verbindung gebracht. Dabei befindet sich einer ihrer spannendsten Einsatzorte ganz woanders: in unserem Gehirn.
Besonders die Omega-3-Fettsäure DHA (Docosahexaensäure) ist ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen im Nervensystem. Sie trägt bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei.
DHA ist tatsächlich Bestandteil unseres Gehirns
DHA wird in die Membranen von Nervenzellen eingebaut. Die Zusammensetzung dieser Membranen ist relevant für deren physikalische Eigenschaften und für zahlreiche Prozesse, die an und in den Zellen stattfinden.
Omega-3 ist damit nicht einfach nur ein Nährstoff, der kurzfristig im Blut zirkuliert. Bestimmte Omega-3-Fettsäuren werden tatsächlich Bestandteil unserer Zellen.
Noch interessanter wird das Thema, wenn man über die normale Gehirnfunktion hinausblickt.
Was sagt die Forschung zu Omega-3 und Stimmung?
EPA und DHA werden seit Jahren im Zusammenhang mit psychischer Gesundheit untersucht.
Eine Meta-Analyse von 26 Studien mit insgesamt 2.160 Teilnehmerinnen und Teilnehmern fand einen statistisch signifikanten Effekt von Omega-3-Präparaten auf depressive Symptome. Besonders interessant waren dabei EPA-dominierte Präparate.
Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass Omega-3 Depressionen behandelt oder eine medizinische Therapie ersetzen kann. Die Ergebnisse zeigen vielmehr, dass die Rolle verschiedener Omega-3-Fettsäuren im Nervensystem wissenschaftlich deutlich weiter reicht als der bekannte Zusammenhang mit der Herzfunktion.
Das Problem: Omega-3 ist nicht gleich Omega-3
Pflanzliche Lebensmittel wie Leinsamen, Chiasamen oder Walnüsse enthalten vor allem Alpha-Linolensäure (ALA).
EPA und DHA finden sich dagegen insbesondere in Fisch und Meeresprodukten sowie bestimmten Mikroalgen.
Der Körper kann ALA grundsätzlich in EPA und DHA umwandeln. Diese Umwandlung ist jedoch begrenzt. Eine wissenschaftliche Übersichtsarbeit kommt entsprechend zu dem Schluss, dass langkettige Omega-3-Fettsäuren wie EPA und DHA hauptsächlich über direkte Nahrungsquellen bereitgestellt werden.
Wer kaum oder keinen fettreichen Fisch isst, sollte deshalb nicht automatisch davon ausgehen, allein durch Nüsse, Samen oder Pflanzenöle optimal mit EPA und DHA versorgt zu sein.
Omega-3-Versorgung gezielt statt zufällig
Genau hier kann eine gezielte Ergänzung sinnvoll sein. Omega 3+ ermöglicht es, Omega-3 regelmäßig und in einer definierten Menge in die tägliche Ernährung zu integrieren – unabhängig davon, ob gerade Fisch oder andere geeignete Omega-3-Quellen auf dem Speiseplan stehen.
Dein Gehirn braucht die richtigen Bausteine jeden Tag – nicht nur dann, wenn zufällig das passende Lebensmittel auf dem Teller landet.
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Studien & Quellen:
Liao Y et al. Efficacy of omega-3 PUFAs in depression: A meta-analysis. Transl Psychiatry. 2019.
Ivanova S et al. Effects of Dietary α-Linolenic Acid Treatment and the Efficiency of Its Conversion to Eicosapentaenoic and Docosahexaenoic Acids. Molecules. 2022.
